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Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen und aktuelle Themen

In unserem täglichen Austausch mit der Öffentlichkeit und den Anrainern in den Regionen in denen wir tätig sind, begegnen uns viele verschiedene Themen und Fragen: Wonach sucht die CEP in Deutschland? Wozu brauchen wir Erdöl in Zeiten der Energiewende? Ist die Erdöl- und Erdgasförderung in Deutschland sicher? Wie wird Umwelt- und Naturschutz gewährleistet? All diese und weitere Fragen möchten wir Ihnen im Folgenden beantworten.

 

ÜBERSICHT

Aufsuchung von Erdöl und Erdgas in Brandenburg

- Warum wird in Brandenburg nach Erdöl und Erdgas gesucht?

- Welche Erkundungsmaßnahmen wurden in Brandenburg bisher durchgeführt? Mit welchem Ergebnis?

- Warum sind noch weitere Bohrungen notwendig?

- Welche Arbeiten finden derzeit auf dem Bohrplatz bei Guhlen statt?

- Durch wen wurden die Arbeiten genehmigt?

- Wie geht es weiter, wenn CEP in Guhlen wirtschaftlich förderbare Mengen Erdöl oder Erdgas findet?

- Wie werden die Bürger in die Planungen für eine zukünftige Feldesentwicklung zur Förderung von Erdöl und Erdgas einbezogen?

- Wie geht es weiter, wenn CEP keine wirtschaftlich förderbaren Mengen Erdöl oder Erdgas findet?

 

Geologie und Technik

- Wo befinden sich die Öl- und Gasvorkommen, die CEP fördern möchte?

- Wie groß und ergiebig ist die Lagerstätte, die vom Bohrplatz Guhlen aus untersucht wird?

- Was ist eine Erweiterungsbohrung?

- Sind weitere seismische Messungen geplant?

- Wurde durch die Bohrung radioaktives Material zutage gefördert?

- Kann sich der Boden durch eine spätere Förderung von Erdöl und Erdgas absenken?

 

Schutz von Mensch und Natur

- Welche Maßnahmen werden getroffen, um Unfälle auf dem Bohrplatz zu vermeiden?

- Inwieweit wird die Freiwillige Feuerwehr eingebunden?

- Ist das Grundwasser geschützt?

- Können Stoffe aus der Bohrung in den Boden gelangen?

- Können Gase oder andere Stoffe aus der Bohrung austreten und in die Luft gelangen?

 

Zukünftige Förderung der heimischen Rohstoffe

- Wann hofft CEP, mit der Förderung von Erdöl und Erdgas im Feld Guhlen beginnen zu können?

- Wie profitieren die umliegenden Gemeinden von den Gewinnen aus der möglichen Öl- oder Gasförderung in der Region?

- Wird der Tourismus in der Region durch die mögliche Öl- und Gasförderung beeinträchtigt?

 

 

Sie haben weitere Fragen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an buergerdialog[at]cepetro.de.

 

(Stand: Mai 2019)

 

 

 

Aufsuchung von Erdöl und Erdgas in Brandenburg

 

Warum wird in Brandenburg nach Erdöl und Erdgas gesucht?
Brandenburg ist ein Rohstoffland und blickt auf eine lange Tradition der Rohstoffgewinnung zurück. Die Erkundung und Förderung von Erdöl- und Erdgas begann bereits in den 1950er Jahren. Seitdem wurden in Brandenburg über 650 Bohrungen niedergebracht. Die Lagerstätte Kietz/Oderbruch fördert seit 1987 ununterbrochen. Mit modernster Technik will CEP nun weitere Potenziale in den konventionellen Lagerstätten nachweisen und fördern, um auch künftig zu einer stabilen und unabhängigeren Energieversorgung in Deutschland beizutragen. CEP hält derzeit ein Aufsuchungslizenzgebiet und ein Bewilligungsfeld in Brandenburg.

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Welche Erkundungsmaßnahmen wurden in Brandenburg bisher durchgeführt? Mit welchem Ergebnis?
Im Jahr 2007 erhielt CEP die Aufsuchungserlaubnis für das Feld Lübben mit einer Fläche von rund 1.500 Quadratkilometern und analysierte zunächst Daten früherer Aufsuchungs- und Produktionsaktivitäten in der Region.
2012 teufte CEP bei Guhlen in der Gemeinde Schwielochsee die vertikale Erkundungsbohrung Guhlen 1 ab. Die Bohrung war ölfündig, Tests zeigten jedoch nur ein geringes wirtschaftliches Nutzungspotenzial.
 
Neuartige großflächige 3D-Seismikmessungen ergaben anschließend aber ein besseres Bild über die Beschaffenheit und Ausdehnung der vermuteten Lagerstätte, so dass CEP beschloss, eine von der existierenden Bohrung Guhlen 1 abgelenkte Bohrung niederzubringen. Die Bohrung Guhlen 1a konnte 2016 Kondensat und Erdgas von hoher Qualität nachweisen. Damit war die Existenz eines größeren zusammenhängenden Öl- und Gasvorkommens aufgezeigt.

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Warum sind noch weitere Bohrungen notwendig geworden?
Mit der zur Jahreswende 2018/19 niedergebrachten Bohrung Guhlen 1b und der geplanten Bohrung Guhlen 2 möchte CEP die ersten Erkenntnisse zur technischen Förderfähigkeit und wirtschaftlichen Nutzung auch im restlichen Gebiet des Bewilligungsfeldes Guhlen bestätigen.

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Welche Arbeiten finden derzeit auf dem Bohrplatz bei Guhlen statt?
Derzeit finden keine Arbeiten auf dem Bohrplatz bei Guhlen statt. Im Mai 2019 hat CEP die Testarbeiten an der Bohrung Guhlen 1b erfolgreich abgeschlossen. Die Bohrung wurde mit mehreren druckgetesteten und voneinander unabhängigen mechanischen Barrieren vorschriftsmäßig und sicher verschlossen.

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Durch wen wurden die Arbeiten genehmigt?
CEP verrichtet nur Arbeiten, für die eine behördliche Genehmigung vorliegt. Für die Testarbeiten hat CEP den entsprechenden Sonderbetriebsplan zur Genehmigung bei der zuständigen Aufsichts- und Genehmigungsbehörde, dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) in Cottbus, eingereicht und am 17. April 2019 den entsprechenden Zulassungsbescheid durch das LBGR erhalten. Für die abgeschlossene Erweiterungsbohrung Guhlen 1b und die geplante Bohrung Guhlen 2 hat CEP die Sonderbetriebspläne zur Genehmigung bei der gleichen Behörde eingereicht und im Oktober 2018 die entsprechende Zulassung durch das LBGR erhalten.

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Wie geht es weiter, wenn CEP in Guhlen wirtschaftlich förderbare Mengen Erdöl oder Erdgas findet?
In Abhängigkeit von den Testergebnissen wird CEP entscheiden, ob eine Feldesentwicklung sinnvoll ist.

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Wie werden die Bürger in die Planungen für eine zukünftige Feldesentwicklung zur Förderung von Erdöl und Erdgas einbezogen?
Das Planfeststellungsverfahren schreibt eine Beteiligung der Öffentlichkeit vor, inklusive eines umfassenden Einsichtsrechts und der Möglichkeit, Stellungnahmen abzugeben.
Zusätzlich zum vorgeschriebenen Planrechtsverfahren wird CEP Anrainer und relevante Stakeholder frühzeitig und umfassend durch eine sogenannte „Frühe Öffentlichkeitsbeteiligung“ einbinden. Als gute Nachbarn wollen wir sicherstellen, dass von Anfang an möglichst viele Fragen vorab geklärt werden und lokale bzw. regionale Besonderheiten in die Planungen sowie das spätere Genehmigungsverfahren einfließen können. Unser Informations- und Dialogangebot geht weit über die gesetzlich vorgesehene Öffentlichkeitsbeteiligung des Planrechtsverfahrens hinaus.

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Wie geht es weiter, wenn CEP keine wirtschaftlich förderbaren Mengen Erdöl oder Erdgas findet?
Stellt sich im Laufe der Aufsuchung heraus, dass Öl und Gas nicht wirtschaftlich förderbar sind, wird das Bohrloch verfüllt und somit sicher versiegelt. CEP baut den Bohrplatz zurück und renaturiert das Gelände. Es wird in den gleichen Zustand gebracht, den es vor Beginn der Bohrarbeiten hatte.

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Geologie und Technik

 

Wo befinden sich die Öl- und Gasvorkommen, die CEP fördern möchte?
Die Öl- und Gasvorkommen der Lausitz liegen rund 1.500 bis 3.000 Meter tief unter der Erde. Sie befinden sich im Staßfurt-Karbonat, einer über 250 Millionen Jahre alten Sandsteinformation des früheren Zechmeeres, die sich von der Nordsee bis in Gebiete in Polen erstreckt. Die Lagerstätte ist in der großen Tiefe sicher eingeschlossen. Nach oben ist sie durch mehr als 2.000 Meter dicke, undurchlässige Gesteinspakete abgedeckt, allein die Salzhorizonte des Zechsteins sind durchschnittlich ca. 300 Meter mächtig.

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Wie groß und ergiebig ist die Lagerstätte, die vom Bohrplatz Guhlen aus untersucht wird?
Das untersuchte Feld Guhlen erstreckt sich über ca. 330 Quadratkilometer. Mit der heute verfügbaren konventionellen Fördertechnik lassen sich circa 10 bis 40 Prozent der Rohstoffe in der Lagerstätte über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten fördern. Da die Erkundungsarbeiten noch nicht abgeschlossen sind, kann CEP zu diesem Zeitpunkt noch keine Aussagen zu den förderbaren Volumen machen.

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Was ist eine Erweiterungsbohrung?
Die bereits vom Bohrplatz Guhlen niedergebrachte Bohrung Guhlen 1b und die geplante Bohrung Guhlen 2 sind sogenannte Erweiterungsbohrungen. Erweiterungsbohrungen dienen dazu, die Ergebnisse einer fündigen Erkundungsbohrung (in diesem Fall die 2016 niedergebrachte Bohrung Guhlen 1a) auszuweiten und getroffene Annahmen zur Lagerstätte zu bestätigen.

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Sind weitere seismische Messungen geplant?
Nach Auswertung der Daten der Testarbeiten an der Bohrung Guhlen 1b wird CEP darüber entscheiden, ob weitere Aufsuchungsarbeiten notwendig sind.

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Wurde durch die Bohrung radioaktives Material zutage gefördert?
CEP untersucht ausschließlich Lagerstätten in konventionellem Sandstein, dem sogenannten Staßfurt-Karbonat. Die natürliche Radioaktivität dieses Gesteins liegt weit unter der natürlichen Radioaktivität, die zum Beispiel von Backsteinen oder Granitplatten in Gebäuden messbar ist. Alle am Bohrplatz anfallenden Abfälle werden über den genehmigten Entsorgungspfad durch zertifizierte Firmen fachgerecht entsorgt.

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Kann sich der Boden durch eine spätere Förderung von Erdöl und Erdgas absenken?
Bodensenkungen oder Erdbeben in Brandenburg sind im Zusammenhang mit den Arbeiten von CEP ausgeschlossen. Die Lagerstätte im Bewilligungsfeld Guhlen liegt in einer tektonisch stabilen, erdbebenfreien Zone. Das Öl und Gas lagert in einem Speichergestein, ein seit über 250 Millionen Jahren gesetztes und stark verfestigtes Zechsteinkarbonat, in dessen natürlichen Poren und Klüften Öl und Gas eingelagert sind.

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Schutz von Mensch und Natur

 

Welche Maßnahmen werden getroffen, um Unfälle auf dem Bohrplatz zu vermeiden?
Konsequentes Risikomanagement ist zentraler Bestandteil der Planung und Umsetzung aller Arbeiten von CEP. Alle Arbeitsschritte werden begleitet von umfassenden und detaillierten Gefahrenanalysen, täglichen Sicherheitsberatungen sowie einer Vielzahl aufeinander abgestimmter Maßnahmen zur Notfallvorsorge. Dienstleistungsunternehmen wählt CEP vorrangig nach den Kriterien des Arbeits- und Umweltschutzes aus. CEP qualifiziert seine Mitarbeiter kontinuierlich. Zudem lassen wir sämtliche Anlagen und Ausrüstungen regelmäßig durch Spezialisten und Sachverständige überprüfen.

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Inwieweit wird die Freiwillige Feuerwehr eingebunden?
Die Feuerwehreinsatzplanung wurde zusammen mit den Fachbehörden des Amtes Lieberose-Oberspreewald und des Landkreises Dahme-Spreewald erarbeitet und mit der zuständigen Brandschutzdienststelle des Landkreises dem Amtes Lieberose/Oberspreewald sowie der Amtswehrleitung abgestimmt. CEP hat Einsatzkräfte der regionalen Feuerwehren vor Projektbeginn durch spezielle Trainings und Notfallübungen geschult.

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Ist das Grundwasser geschützt?
Das Grundwasser ist von der Bohrung durch mehrere Stahl- und Betonbarrieren getrennt.  Ähnlich wie beim Bau von Brunnen wird ein Standrohr, d. h. ein Stahlrohr mit einem Durchmesser von ca. 80 Zentimetern und einer Länge von ca. 100 Metern, als wichtigstes Element des Grundwasserschutzes installiert. Durch das Standrohr ist der Bohrvorgang vollständig von den potenziell nutzbaren Grundwasserspeichern abgeschlossen. Um das Standrohr herum sind ein versiegelter Bohrkeller und stabile Betonfundamente als sichere Aufstellfläche für die Bohranlage angelegt. Ein Eintreten von Erdöl oder Erdgas in das Grundwasser ist damit ausgeschlossen.

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Können Stoffe aus der Bohrung in den Boden gelangen?
Der Aufbau eines Bohrplatzes ähnelt dem einer Tankstelle, sodass die umliegenden Böden geschützt sind. Der innere Bereich des Bohrplatzes ist mit stahlbewehrtem Beton sicher versiegelt. Hier werden alle anfallenden Stoffe, einschließlich Regenwasser, aufgefangen und fachgerecht entsorgt. Der äußere Bereich ist asphaltiert. Auch hier wird das Regenwasser durch ein umlaufendes Rinnensystem gezielt aufgefangen, abgeleitet und durch ein Abscheidesystem gereinigt. Die Böden rund um den Bohrplatz werden zudem durch die Analyse von Bodenproben regelmäßig überprüft. Alle am Bohrplatz anfallenden Abfälle werden über den genehmigten Entsorgungspfad durch zertifizierte Firmen fachgerecht entsorgt.

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Können Gase oder andere Stoffe aus der Bohrung austreten und in die Luft gelangen?
Vom Bohrplatz Guhlen entweichen keine Gase oder andere Stoffe in die Luft oder in den Boden. Die Bohrung ist durch mehrere Sicherheits- und Druckventile sicher verschlossen. Die Dichtigkeit der Bohrung wird im Rahmen von Drucktests überwacht. Zudem weisen Gasmessgeräte auf dem Bohrplatz nach, dass keine Gase aus der Bohrung in die Umgebungsluft gelangen.

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Zukünftige Förderung der heimischen Rohstoffe

 

Wann hofft CEP, mit der Förderung von Erdöl und Erdgas im Feld Guhlen beginnen zu können?
Vor der Auswertung der Testergebnisse können wir hierzu keine detaillierte Aussage treffen. Jegliche Förderung unterliegt jedoch einem umfassenden und gesetzlich geregelten Genehmigungsverfahren. CEP sichert eine transparente Information und den Dialog mit der Öffentlichkeit zu.

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Wie profitieren die umliegenden Gemeinden von den Gewinnen aus der möglichen Öl- oder Gasförderung in der Region?
Seit 2009 ist CEP in Brandenburg tätig und arbeitet mit vielen Spezialunternehmen und Partnern in den Bereichen Logistik, Sicherheit, Umweltschutz und Entsorgung aus der Region zusammen. Sollten im Feld Guhlen Erdöl oder Erdgas gefördert werden können, werden wir hier zusätzlich langfristig hochwertige Arbeitsplätze schaffen und entsprechend die Gewerbesteuer an die Gemeinden vor Ort zahlen.

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Wird der Tourismus in der Region durch die mögliche Öl- und Gasförderung beeinträchtigt?
Die Bohrungen auf dem Bohrplatz Guhlen finden fernab von touristischen Attraktionen oder Ballungszentren statt und beeinträchtigen den Tourismus nach unserer Überzeugung nicht. Moderne schall- und emissionsarme Anlagen und Technik zur Förderung, Aufbereitung und Transport von Erdgas und Erdöl lassen sich heutzutage gut in das Landschaftsbild integrieren, ohne die Merkmale einer Region oder ihre weitere Entwicklung zu beeinträchtigen.
  
In vielen Regionen Deutschlands existieren der Tourismus und die Erdöl- und Erdgasindustrie seit vielen Jahrzehnten im Einklang miteinander, so zum Beispiel in touristisch gut erschlossenen Regionen wie der Ostseeinsel Usedom, in Ostfriesland oder in der Pfalz bei Landau und Speyer. Die Erdöl- und Erdgasförderung und der Tourismus hier im Land stehen in keiner Konkurrenz zueinander. Ganz im Gegenteil: um als Urlaubsregion attraktiv zu bleiben, sind dauerhafte Investitionen in die Infrastruktur notwendig. Die Erdöl- und Erdgasindustrie kann über Steuer- und Förderabgaben dazu einen substanziellen Beitrag leisten.

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